FAQ: Häufige Fragen

Was sind Erdmännchen?

Erdmännchen sind Säugetiere und werden auch Surikate, Scharrtiere oder Suricata suricatta genannt. Sie gehören zur Familie der Mangusten und sind Raubtiere. Biologisch gesehen zählen die Erdmännchen zu den Schleichkatzen. Wittert das Erdmännchen Gefahr, richtet es sich auf, stellt sich auf die Hinterbeine oder sogar auf deren Zehen und stützt sich dabei mit dem Schwanz ab. Dieses Sich-Aufrichten erinnert an das bekannte „Männchen machen“ und so entstand der Name des niedlichen und allzeit neugierigen Tieres. Die Bezeichnung „Scharrtier“ erklärt sich dadurch, dass Erdmännchen bei der Nahrungssuche mit ihren Krallen und der Nase über den Erdboden scharren. Erdmännchen werden bis zu 35 cm lang und ihr Schwanz misst bis zu 25 cm. Sie verfügen über ein graubraunes Fell mit dunkelbraunen Querbändern am Rücken und schwarzer Schwanzspitze. Das Maul des Erdmännchens ist klein, schmal und spitz. Die kleinen, dunklen Ohren bilden einen farblichen Kontrast zum hellen Kopf. Vorder- und Hinterfüße besitzen jeweils vier Zehen mit Krallen. An den Vorderpfoten dienen die Zehen durch ihre spezielle Form als hervorragende Grabschaufeln.
Erdmännchen leben in Kolonien von meist 20 bis 30 Tieren. Sie bauen Höhlen oder bewohnen feste Erdspalten. Diese selbst gegrabenen Erdbauten suchen sie jedoch meist nur zur Nacht oder als Ort der Zuflucht auf. Um Wärmeverlust in den kühlen Nächten zu vermeiden, legen sich oft mehrere Tiere übereinander. In der Kolonie herrscht eine genaue Aufgabenverteilung, so dass während der Nahrungssuche immer einige Tiere den Bau bewachen oder im Bau graben. Die Nahrung der Erdmännchen besteht überwiegend aus Insekten, Spinnen und kleineren Wirbeltieren. Erdmännchen besitzen einen enorm ausgeprägten Gesichts- und Geruchssinn. Der natürliche Lebensraum der zahmen und futterneidischen Erdmännchen sind die Trockensteppen Südafrikas, wo sich die tagaktiven und sehr reinlichen Tiere in der Savanne oder in der Halbwüste in trockenen Landschaften aufhalten. Erdmännchen lieben die Sonne und die Wärme und so sonnen sie sich gerne stundenlang in ihrer typischen „Männchenhaltung“. Wenn Gefahr droht, genügt ein schriller Ruf und blitzschnell verschwinden alle Erdmännchen im Bau.

Warum stehen Erdmännchen oft of den Hinterbeinen?

Die kleinen Mangusten klettern oft auf Büsche, Termitenhügel oder höhere Felsen und stellen sich auch noch auf ihre Hinterbeine. Sinn der Sache ist natürlich der Gewinn an Überblick über die ganze Umgebung, denn die Erdmännchen gehören zu den Gejagten in der Natur. Fressfeinde haben sie nämlich viele, da sind unter anderem die Raubvögel wie Falken und Adler, aber auch Räuber wie Schakale und Wildhunde zu nennen. Dabei erfolgt ihre Gefährdungsanalyse in einer gut abgestimmten Teamarbeit in Rollentausch-Manier. Während die meisten Tiere einigermaßen sorgenfrei nach Futter suchen, können sie sich auf ein augmerksames „Wachpersonal“, das bei Gefahr „die Glocken läutet“, verlassen. Den Anfang ihrer „Schicht“ signalisieren die Aufpasser mit einem bestimmten Ruf. Solange dann „die Luft rein ist“, hören die Erdmännchen ein fast gleichmäßiges Piepsen. Das ändert sich abrupt in ein Bellen und Pfeifen, sobald ein Fressfeind ausgemacht wird. Die Soundänderung bedeutet für die Erdmännchen, sofort das nächste Erdloch aufzusuchen, deren komplexe Verteilung in der Fläche sie wegen ihres guten Gedächtnisses immer parat haben. Die Warnrufe sind übrigens sehr spezifisch und unterscheiden sich voneinander in ihrer Bedeutung. Auf diese Weise wissen die Tiere sofort, um welchen Angreifer es sich jeweils handelt.

Wo leben Erdmännchen?

Erdmännchen leben vor allem im südwestlichen Afrika mit Schwerpunk Namibia. In Deutschland findet man Erdmännchen in einer Vielzahl von Zoos, dort gibt es teilweise die Möglichkeit eine Patenschaft für einzelne Erdmännchen zu übernehmen.

Kann man Erdmännchen privat halten?

Erdmännchen können grundsätzlich auch privat gehalten werden. Dabei bei müssen jedoch einige Dinge beachtet werden. So wird für die Aufzucht und Pflege der Tiere natürlich ein geeignetes Gehege (am besten im Freien) benötigt. 12 m² Fläche pro Paar müssen mindestens zur Verfügung stehen, für jedes weitere Tier sollten zusätzlich etwa 2 m² eingeplant werden. Wer dies beachtet und die Tiere gut und liebevoll versorgen kann, darf auch in Deutschland Erdmännchen halten. Wie alle anderen exotische Tiere, die auf dem eigenen Grundstück gehalten werden, müssen auch Erdmännchen beim Amt registriert werden. Dort finden Interessierte alle weiteren Informationen zur privaten Haltung von Erdmännchen. Es gibt eine interessante Internetseite, die die private Haltung von Erdmännchen dokumentiert: erdmaennchen-info.de

Wie kommunizieren Erdmännchen?

Die Erdmännchen haben in ihrem natürlichen Lebensraum übrigens unterschiedliche Rufe für unterschiedliche Feinde. Doch die Kommunikation geht über den Aspekt der Warnrufe hinaus. Erdmännchen reden tatsächlich miteinander und können Mitglieder ihres eigenen Clans an der Stimme erkennen. Weitere Informationen zu dieser relativ neuen Erkenntnis findet ihr übrigens hier.

Gibt es berühmte Erdmännchen?

Das wohl berühmteste Erdmännchen ist Timon aus König der Löwen. Dieser ist der beste Freund von Pumba, einem WarzenschweinIn Deutschland auch bekannt sind die Abenteuer von Rufus, Ray und Rocky.

Wie heißen weibliche Erdmännchen?

Vielleicht Erdweibchen? Erdfrauchen? Erddamen? Nein, sondern ganz einfach weibliches Erdmännchen oder Erdmännchen-Weibchen.